What A Wonderful World…

SONiA disappear fears wohltuendes und wärmendes Konzert beendete den diesjährigen Konzertreigen von „Thomas Waldherr präsentiert Americana“. Bei dem war Bob Dylan irgendwie immer auch dabei.

Wundervoll. Wohltuend. Wärmend. Sonia Rutsteins (aka SONiA disappear fear) Konzert war genau das richtige zur richtigen Zeit. Wenn die Pandemie wieder anzieht und die Menschen sich wieder sorgen, da war SONiAs Konzert der Lichtblick, der Hoffnungsschimmer und die Ablenkung, die wir alle brauchen, um durch diese Zeiten zu kommen.

Allein ihre wundervolle Klavierversion des Klassikers „What A Wonderful World“ berührte schon die Herzen. Ebenso wie ihr zärtliches „The Princess & The Honeybee“. Sie ist eine wunderbare Menschenfreundin und Menschenfischerin, schnell hatte sie das Publikum in ihrem Bann und wechselte stets zwischen gefühlvollem und engagiertem Liedgut. Kaum einer beherrscht das so wie die mehrfach Grammy-nominierte US-Singer-Songwriterin, deren Cousin Bob Dylan und ihr wichtigster Einfluss Phil Ochs ist. Und so spielte sie John Lennons „Imagine“ ebenso wie ihren eigenen Protestsong „The Banker“, streute politische Mahnungen wie „By My Silence“ (nach Martin Niemöller) ebenso ein wie Songs über die eigene Identität („Me Too“).

Immer wieder kommt sie gerne nach Deutschland und so sang sie selbstverständlich auch in Darmstadt „Wandering Jew“, ihr Lied über ihre starke Beziehung zu Deutschland und vor allem zu den Menschen, die sie dort kennengelernt hat. Nachdem dann auch der Kurator der Konzert-Reihe zum Gesangsauftritt auf die Bühne gerufen wurde und SONiA ihn zu Bob Dylans „Mr. Tambourine Man“ begleitete, endete das Konzert dann mit der Zugabe und den Klängen von Leonard Cohens „Hallelujah“. Es folgten Jubel und Applaus und einige wollten gar nicht nach Hause. Wir sehen uns wieder, liebe Sonia, wir freuen uns sehr darauf!

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Temperamentvoll, quirlig, engagiert

05.11.2021
von Thomas Waldherr

SONiA disappear fear kommt am 25. November wieder in die Darmstädter Americana-Reihe

Sie ist ein gern gesehener, regelmäßiger Gast der Darmstädter Americana-Reihe und verkörpert wie kaum ein anderer Künstler die Haltung der Konzertserie auf der Seite eines friedlichen, vielfältigen und solidarischen Amerikas: Sonia Rutstein aka SONiA disappear fear. Am Donnerstag, 25. November, tritt die mehrfach Grammy-nominierte Singer-Songwriterin und Cousine Bob Dylans nun erstmals in der neuen Spielstätte von Thomas Waldherrs Reihe, in der Bessunger Knabenschule auf. Beginn ist 20 Uhr, der Eintritt beträgt 12 Euro (ermäßigt 10 Euro). Tickets gibt es unter www.knabenschule.de . Die Künstlerin steht für eingängige Folk-Rock-Melodien und eine temperamentvolle, energiegeladene Performance, in ihren Liedern wendet sie sich gegen Homophobie, Rassismus und Gewalt.

Gerne in Deutschland

Die kleine, ebenso zierliche wie quirlige Musikerin ist trotz der immer noch akuten Pandemie nach Deutschland gekommen. Dort gibt sie nicht nur Konzerte, sondern ist auch anderen Aktionen beteiligt. „Ein weiterer wirklich toller Grund, warum ich auf dieser Tour bin, sind Songwriting-Workshops“, sagt sie. „Sowohl in Rosenheim als auch in Hof habe ich Songwriter-Workshops mit je 22 zuvor ausgewählten 22 Schüler:innen geleitet. Daran teilzuhaben, wie aus nichts ein gemeinsames Werk entsteht, war und ist eine großartige Erfahrung. Das waren sehr spannende Tage.“

Für den 9. November, dem Jahrestag der Pogromnacht, ist ein globales, virtuelles Livestream-Konzert in einer Synagoge in Freudental geplant. Der kostenlose, globale Livestream wird auf der Facebook-Seite SONiA disappear fear übertragen. Sie tritt ganz bewusst als amerikanische Jüdin an diesem Abend in einer Synagoge in Deutschland auf. „Ich liebe und vertraue Deutschland jetzt. Ich fühle mich hier willkommen und sicher. Deutschland war auch die Heimat meiner Vorfahren“, erklärt die in Baltimore lebende Künstlerin. Und setzt eine ganz klare programmatische Aussage als Überschrift zu diesem Konzert: „Wir müssen uns daran erinnern, was passiert ist, um es niemals wieder zuzulassen.“

Überhaupt ist die Beziehung Sonia Rutsteins zu Deutschland mittlerweile sehr eng, sie hat über die Jahre viele Freunde hier gewonnen. „Ich fühle mich hier sehr zu Hause. Das Tolle ist, dass meine Freunde hier mich voll und ganz unterstützen“, bestätigt sie.

Vorbild Phil Ochs

Zwar ist sie die Cousine von Bob Dylan – ihre gemeinsame Tante Harriet Rutstein lehrte den jungen Bobby Zimmerman das Klavierspiel – und verehrt den Künstler und seine Musik sehr (ein Dylan-Cover ist meistens im Gepäck), musikalisch beeinflusst hat sie aber vor allem Dylans Zeitgenosse Phil Ochs. „Ich fühle mich so verbunden mit seinen Liedern. Es waren wirklich seine Lieder, die ich im Alter von 16 Jahren entdeckte, die mir das Gefühl gaben, nicht allein auf dieser Welt zu sein“, erinnert sie sich. Und bis heute begleiten sie diese Lieder. „Viele seiner Lieder habe ich schon ganz früh in meinem Gitarrenleben gelernt. Obwohl die meisten von ihnen recht politisch sind, durchdringen Themen wie Rassismus, Ungleichheit, faschistische Regierungen und Gewalt unsere Gesellschaften noch heute. Seine Lieder müssen also immer noch gehört, überdacht und genossen werden.“

Überhaupt ist ihr humanitäres und gesellschaftliches Engagement sehr wichtig. Sie engagiert sich seit langem gegen Rassismus und Homophobie und seit einigen Jahren für die Freilassung von Nudem Durak. „Nudem Durak ist eine junge Frau aus der Türkei, die brutal behandelt und eingesperrt wurde, nur weil sie auf Kurdisch gesungen hat. Ich glaube, das eigentliche Verbrechen ist das Gesetz gegen die Freiheit, sich auszudrücken. Also schrieb ich ein Lied auf Kurdisch und Englisch, um Nudems Kurdisch lebendig zu halten. Der Text von ‚A Voice for Nudem Durak‘ erklärt alles in nur vier Zeilen: ‚Wir werden für dich singen / Deine Stimme wird gehört / Wir sind eine Familie / Wir sind eine Welt‘.“

Auch zur Situation in den USA hat sie eine ganz klare Haltung: „Ich bin eine progressive Demokratin. Ich unterstütze Bidens Agenda. Die amerikanische Freiheit und der Fortschritt scheinen im Todesgriff festgehalten zu werden. Wir werden von eiskalten, narzisstischen Republikanern erwürgt, die das Feuer der Unwissenheit und des Hasses anheizen. Es ist barbarisch.“

„Wärme des Darmstädter Publikums“

Kein Wunder, dass sie da immer gerne zu ihren Freunden nach Deutschland kommt und dabei seit einigen Jahren auch immer wieder nach Darmstadt: „Ich liebe es total, Teil dieser besonderen Musikserie zu sein. Ich fühle mich geehrt, daran teilzunehmen. Da ist eine Wärme des Publikums, die ich von meinem ersten Auftritt in Darmstadt an gespürt habe.“

Americana-Kurator Thomas Waldherr blickt voller Vorfreude auf SONiAs Auftritt: „Sie ist eine gute Freundin. Sie war zuletzt 2019 Teil des großen Pete Seeger-Abends und wird nach erstmals nach 2018 wieder mit einem Soloprogramm bei uns an den Start gehen. Sie verkörpert mit ihrer Musik und ihrer Person die Haltung, für die unsere Americana-Reihe steht. Das wird ein stimmungsvoller Abend.“

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Folk für FOSler:
Cousine von Bob Dylan gibt

Schülern Workshop

Von einer Karriere als Musiker träumen viele Jugendliche. Wie man Liedtexte schreibt und Musik komponiert, das haben jetzt Schüler an der Fachoberschule in Hof erfahren: Mit Sonia Rutstein schaute eine Cousine von Bob Dylan im Unterricht vorbei.

von Annerose Zuber

Englischunterricht der etwas anderen Art: Das bietet die Fachoberschule und Berufsoberschule (FOS/BOS) Hof in unregelmäßigen Abständen. Da kann es auch schon einmal passieren, dass die amerikanische Folk-Musikerin Sonia Rutstein – Cousine des seit diesem Jahr 80-jährigen Bob Dylan – einen Songwriting-Workshop leitet.

Die Gitarre ist ihr bester Freund, erzählt die gefragte Folk-Sängerin, die schon über 20 Alben veröffentlicht hat. Mit ihrer Begeisterung für das Lebenselixier Musik will sie die jungen Leute anstecken. "Bei dem Workshop will ich ihnen die Möglichkeit geben, ihre eigenen Gefühle zu entdecken und in Musik zu übertragen. Musik hat so viele positive Seiten und ist die direkte Kommunikation."

Sonia Rutstein: In der Welt unterwegs, in Hof zu Besuch

Rutstein ist weltweit auf Tourneen unterwegs, gibt auf Festivals Workshops. Dass sie nun einen ganzen Tag an der FOS in Hof mit Fachoberschülern arbeitet, ist einem Zufall zu verdanken. Sie gastierte mehrfach bei dem kleinen Kulturverein "Folkclub Isaar" im Landkreis Hof. Und Elke Rost, die zweite Vorsitzende des Kulturvereins ist im Hauptberuf Englischlehrerin an der FOS. Ihre Idee zu dem Songwriting-Workshop habe Rutstein sofort aufgegriffen. "Dieses Schulprojekt ist das erste in Deutschland", so Rost. Die FOS Hof hat einen Schwerpunkt "Musik" im Fachbereich Sozialwesen.

Insgesamt 20 Hofer Schülerinnen und Schüler sind beim diesjährigen Workshop dabei. Sie freuen sich über die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der mehrfach ausgezeichneten Künstlerin.

Workshop schult auch die Englischkenntnisse der Schüler

In kleinen Gruppen gibt Rutstein Tipps für den Refrain oder die passende Tonart. So inspiriert feilen die Jugendlichen an ihrem ersten eigenen Song. Wie selbstverständlich reden sie dabei den ganzen Tag Englisch. Diese spielerische Vorbereitung auf die Sprachprüfung ist für Lehrerin Kristina Kemnitzer, die den Workshop organisiert hat, nur einer von vielen positiven Nebeneffekten des Musik-Projekttags. "Die Schülerinnen und Schüler könne ihre eigene Kreatitivät fördern und erwerben Kompetenzen, die über den üblichen Unterricht hinausgehen."

Auch Schulleiter Thomas Reitmeier ist begeistert von dem Workshop und freut sich, dass das Kultusministerium solche Projekte auch finanziell unterstützt. Zum Workshop gehört auch eine Gesprächsrunde mit Terry Irons, der Managerin von Sonia Rutstein. Sie informiert die Jugendlichen über die vielen Berufsmöglichkeiten auch hinter der Bühne und zum Beispiel im Bereich der Musiktherapie.

Nach zwei Stunden intensiver Arbeit ist dann Welt-Premiere im Klassenzimmer: Die erste Gruppe präsentiert ihren Song: "Lemon Cake". Ein Lied über den ersten Kuss – im Café, beim Zitronenkuchen.

[Video zu sehen in der BR Mediathek]

22.10.21 © BR

Sonia Rutstein
Bob Dylans Cousine zu Gast in Hof

von Christoph Plass

Gute Musik kommt direkt von einem Herzen und erreicht ein anderes“: Sonia Rutstein in der FOS/BOS.

Die Singer/Songwriterin aus den USA ist zu Gast in Hof: Am Donnerstag arbeitet sie mit Schülern der Beruflichen Oberschulen, am heutigen Freitagabend gastiert sie im „Trompeter“. Wer der Cousine Bob Dylans begegnet, spürt: Ihr geht es um Echtheit, Gefühl und Menschlichkeit.

Hof/Philadelphia - Das Ganze ist zwischendurch ein Crashkurs in Minimalismus. Handy weg, Ohrstöpsel raus und die Schulaufgaben des nächsten Tages spielen jetzt auch mal keine Rolle. Stattdessen sitzen die Schüler vor einem weißen Blatt Papier - und sind eingeladen, ein Wort darauf zu schreiben. "Was fällt euch ein, wenn ich sage, 'Zitronenkuchen,'?" fragt Sonia. "Sommer", "Gelb", "Süß". - "Euer schlimmster Albtraum?" - "Verlust." - "Ein Kuss?" - "Geborgenheit." Und dann geht's los. Einen Tag lang lernen die Schüler der Beruflichen Oberschule mit einer, die das echt beherrscht, wie aus etwas ganz Kleinem etwas ganz Großes werden kann.

Sonia Rutstein und ihre Managerin und Ehefrau Terry Irons sind mal wieder auf Tour. Hof, Rosenheim, Darmstadt, danach geht es zur Musik-Kreuzfahrt rund um Alaska. "Disappear fear" heißt ihr Projekt - "möge die Angst verschwinden." Sonia singt für Menschenrechte, Tierschutz und die Anliegen von Homosexuellen, ihre Themen zwischen den Akkorden sind die Umwelt, die Gesellschaft und die Welt der Gefühle. Die beiden sind schon so lange im Geschäft, dass sie selber schmunzeln müssen, wenn sie Zahlen nennen. Doch sind sie keine alternden Aktivisten, sondern jung gebliebene Idealisten. Das spürt sofort, wer Sonia zur Gitarre greifen sieht.

Vier Akkorde, eine einfache Melodiezeile und ein paar ganz persönliche Empfindungen: Mehr braucht Sonia nicht, um Stimmung zu schaffen, Atmosphäre und Aufmerksamkeit. Das macht sie vor 20 schüchternen Schülern so selbstverständlich wie auf den großen Bühnen und Musikformaten: "Uns ist es ein Anliegen, mit Euch hier zu arbeiten, weil Musik eines der Dinge ist, die direkt von einem Menschen zum anderen übergehen," sagt sie. Die kleine Frau ist eine der Großen. Ihr Türöffner für viele Gelegenheiten kommt aus der Verwandtschaft: Bob Dylan ist einer ihrer Cousins. Doch stößt, wer sich mit ihr beschäftigt, auf eine lange Liste an preisgekrönten Alben und Singles, zahllose internationale Tourneen und jede Menge Auszeichnungen - musikalische genauso wie humanitäre. Doch kommen freilich auch Sonia und ihre Managerin gerade aus einer ganz anderen Zeit.

"Wir haben fast 20 Monate ohne Auftritt hinter uns," erklärt Terry Irons. Sie gibt den Schülern Einblicke ins Thema Konzertmanagement: Irons ist die Frau mit dem logistischen Ansatz, sie kümmert sich sonst darum, dass alle Band-Mitglieder pünktlich am Flughafen sind, die Instrumente zur richtigen Zeit auf der Bühne stehen und kein PR-Interview im Radio verpasst wird. "Wenn ihr zu viert einen Song schreibt, bekommen alle gleich viele Tantiemen von der Gema - auch, wenn einer die Hauptarbeit gemacht hat," ergänzt Sonia. Die altmodische Weisheit an dieser Stelle: "Üben kann langweilig sein, ist aber nötig. Es hilft, sich zu fokussieren." Ihr Ding ist ansonsten die künstlerische Freiheit. Da hat sie an jenem Tag nur eine einzige Bitte an die Schüler. "Ich möchte etwas Echtes von Euch - nicht nur etwas, das sich auf die Zeile vorher reimt." Das ist viel verlangt, das weiß sie selbst: "Gute Musik kommt direkt von einem Herzen und erreicht ein anderes." Wer solche Songs schreibt und singt, lässt die Hosen runter und setzt sich dem Gegenüber aus. Folglich gehen es die Beteiligten ganz behutsam an an diesem Vormittag.

"Was hattest du nochmal mit Zitronenkuchen?" fragt Eileen. Da sitzt sie zusammen mit Anna-Lena, Jana und Lena einen Raum weiter. Die einen haben die Gitarren auf dem Schoß, die anderen Zettel und Stift zur Hand. Und jetzt eine Liedzeile, irgendwie. Sonia, die Quirlige, hilft und stupst an, fragt nach und lacht, grübelt und ermutigt: Ein Fehler ist nur der erste Schritt zum Richtigmachen.

Sonia und Terry sind schon zum dritten mal in der FOS/BOS in Hof zu Gast, sie waren schon 2017 und 2019 für Schüler-Workshops im Haus. Zu verdanken ist das den Lehrerinnen Elke Rost und Kristina Kemnitzer, die aus dem Projekttag ein Rundum-Paket für alle Beteiligten machen - Aufführung der jeweiligen Arbeiten inklusive.

"Bei alledem geht es auch gar nicht um Musik als berufliche Option," betont Sonia. Sondern darum, in der Musik ein Medium für alle Lebenslagen zu erkennen. Und fürs Zwischenmenschliche. Da sagt Sonia - die auch schon vor Zehntausenden live gespielt hat, die Musik für Fernsehserien und ein Musical geschrieben hat und deren gut 20 Alben Preise und (Grammy-)Nominierungen eingefahren haben - an einem Donnerstagvormittag in der Hofer FOS/BOS: "Manchmal sind es die kleinsten Dinge, aus denen etwas Großes entsteht." Und die Schüler sitzen vor einem weißen Blatt Papier.

22.10.21 © Frankenpost

Konzert zum Music Freedom Day
mit SONiA disappear fear

Die internationale Folk-Punk-Legende SONiA disappear fear wird am Dienstag, den 2. März, im Rahmen des Music Freedom Day, einer weltweiten Feier des Menschenrechts auf künstlerische Freiheit, ein besonderes Konzert spielen.

Freemuse, eine unabhängige internationale Organisation, die für die Freiheit der künstlerischen Meinungsäußerung eintritt, hat 2007 den Music Freedom Day ins Leben gerufen, um die Rolle und Wirkung der Kunst in unseren Gesellschaften herauszustellen und sich für die universellen Rechte einzusetzen, künstlerische Ausdrucksformen zu erschaffen, aufzuführen und an ihnen teilzunehmen.

Mit dem Thema „Stellen Sie sich eine Pandemie ohne Kunst vor“ möchte der Music Freedom Day in diesem Jahr das Bewusstsein für die Herausforderungen von Künstler:innen während COVID-19 schärfen und uns daran erinnern, die Kunst und den Schaffensraum für Künstler:innen nicht als selbstverständlich zu betrachten.

SONiA gab zur Unterstützung der Aktion diese starke Statement ab: „Ich arbeite mit Künstlern aus der ganzen Welt in Kenia, Taiwan, Südkorea und weiteren 36 Ländern zusammen, und obwohl die meisten von uns sich noch nie getroffen haben, verbindet uns eine Gemeinsamkeit: die mit den Gründern von freemuse.org in Dänemark - Kunst ist kein Verbrechen. Wir treten nicht für monetäre Idolisierung auf, wir treten mit der Absicht auf, aus unserem Herzen heraus zu kommunizieren, dass Liebe Liebe ist, und wir leben, um zu verkünden: Keine Geschlechterapartheid mehr, keine LGBTQ-Apartheid mehr, keinen Rassismus mehr, keinen Imperialismus mehr und keine Bestrafung mehr im Namen Gottes."

„Einfach gesagt, ich liebe laut heraus, und ich ermutige alle, aus ihren persönlichen Gefängniszellen herauszukommen und freundlich zueinander zu sein. Ich bin Künstlerin und ich bin dankbar, die Gelegenheit zu geben und zu nutzen, meine Lieder und Gemälde auf der ganzen Welt zu teilen. Freemuse.org ist eine Organisation, die mir die Arbeit und unser gemeinsames Streben erleichtert, da der Ausdruck der Freiheit in der Kunst nicht immer selbstverständlich ist. Freemuse bietet Künstler:innen ein Netzwerk, um ihre Kreationen hervor zu bringen. Wir wissen, dass wir medizinische und rechtliche Pläne haben, die Künstler:innen unterstützen, wenn wir geschlagen und eingesperrt werden - dass unsere Stimmen auch dann nicht vergessen werden, wenn wir vorübergehend zum Schweigen gebracht werden. Durch die Geschichte wissen wir, dass Visionär ist, wer ohne Angst fliegt, und die Menschheit dazu bringt, sich gegenseitig zu umarmen, weil wir jetzt hier sind.“

Die Frau und Managerin von SONiA, Terry Irons, wird ebenfalls während des Konzerts am Dienstag sprechen. Zusammen werden sie den Zuhörer:innen die Sicht sowohl der Künstlerin als auch der Managerin zur Arbeit während der Pandemie nahebringen.

SONiA disappear fear wird ihr Livestream-Facebook-Konzert am 2. März um 17 Uhr Central geben.

Country Queer, 01.03.2021

#artistathome: SONiAs „33. World Disappear Fear Day“ 18.02.2021


„Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?“, fragt die LGBT-Singer-/Songwriterin SONiA disappear fear und lädt Menschen ein, am 33. World Disappear Fear Day am 18.02.2021 ihre Vision von einer Welt ohne Angst zu teilen. Sie ermutigt Kinder, Erwachsene, Schulklassen und andere Gruppen Zeichnungen, Gemälde, Fotos, Geschichten, Lieder, Gedichte usw. zu schaffen und an sie einzusenden (Mail). Ausgewählte Beiträge werden am 18. Februar auf ihrer Facebookseite und auf SONiAs Webseite veröffentlicht. Mit ihrem eigens ausgerufenen Feiertag und ihren Songs möchte sie die Verbindungen zwischen Menschen stärken – unabhängig von Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit, Sexualität, Religion, politischer Prägung, Alter oder sonstigen Kategorien. Der Kern der Bandphilosophie lautet: „Wenn du die Angst zwischen den Menschen verschwinden lässt, erhältst du Liebe.“

Im Vorfeld wird SONiA am Dienstag, 16. Februar 2021, um 20 Uhr MEZ ein spezielles Konzert live auf Facebook spielen, das Songs aus ihrer gesamten Karriere enthält.

Melodiva, 22.01.2021

Ein SmithSONiAnisches Tribut

SONiA disappear fear feiert Patti Smith

SONiA disappear fear, ihre Schwester und disappear fear-Mitbegründerin Cindy Rutstein, und Tony Correlli kamen kürzlich (nachdem sie als Covid-negativ bestätigt wurden) im Deep End Studio von Baltimore zu einer Geburtstags-Hommage an Patti Smith (* 30.12.46) zusammen.

Beide Schwestern sind Bewunderinnen der Arbeit der Punk-Poetin, seit SONiA Pattis Debütalbum Horses mit nach Hause gebracht hat.

SONiA begann ihre eigene Musikkarriere mit der Gründung des Progressiv Punk-Trios Exibit A, einer Band, aus der sich das eher Folk-Pop-orientierte disappear fear entwickelte, und heute als SONiA-Verschwinden-Angst fortbesteht.

SONiA sagt: „Ich war in der High School, als ich zum ersten Mal auf Patti Smith aufmerksam wurde, und sie war für mich ein großartiges Solo-Leuchtfeuer, obwohl ich die Rauheit ihrer Farben und ihre zerfetzte amerikanische Flagge nicht verstand. Ich glaube, ich verstehe sie jetzt besser.

Mein damaliger Freund nahm mich mit zu ihrem Konzert, als ich ungefähr 17 Jahre alt war. Es war in der Sporthalle der Johns Hopkins University in Baltimore. Es war so laut und ich hatte so etwas noch nie gesehen. Ich habe es geliebt - nicht so sehr den Sound, aber es hat mich ermutigt herauszufinden, wer ich war / bin.

Ihre Stimme war so roh und real und sie kleidete sich so frei. Ich denke, das hat mich am meisten angezogen: Ihr Gefühl von Unabhängigkeit, ihr Gefühl der Freiheit davon, in einen marginalisierten Punkt gepackt zu werden, hin zu einer vollständigen tanzenden Poetin, die laut und im Licht lebt, selbst wenn sie sehr dunkle, einsame, nasse Straßen beschreitet. Und so ist Patti - sie versetzt Berge, die es uns ermöglichen, fehlerfrei bergab zu fahren, wenn wir nicht einmal wussten, dass wir es könnten.

Ich wollte unbedingt, dass ihre Sexualität lesbisch ist, obwohl ich denke, dass sie tatsächlich geschlechtsneutral ist. Sie scheint sehr androgyn.

Als sie aus der Musikszene verschwand, war ich ein wenig verloren und ein wenig enttäuscht, dass sie nicht nach der Billboard-Bibel lebte und starb, aber die Lektion, die sie lehrte, nämich dein Leben zu leben, ist das Wichtigste, und dafür respektiere ich sie noch mehr.

Mit der Zeit wurde Patti super berühmt und ich war so froh, dass sie von so vielen Menschen bewundert wurde. Ihre Songs sind heute genauso wichtig wie vor 40 Jahren. Ich glaube, das macht sie zu einer klassischen Schriftstellerin - dass ihre Arbeit den Test der Zeit besteht.

Ich hatte die Gelegenheit, sie 2018 in Köln, direkt vor dem Dom, während einer Pause in meiner Tour wieder im Konzert zu sehen. Sie hatte es voll drauf! Das Dach wäre weggeweht, aber es war ein Konzert im Freien… also konnte sie nur ein Feuerwerk voller Energie abschießen, und das tat sie auch. Joan Baez war mit ihr auf der Bühne, und sogar sie wurde mitgerissen.

Patti ist eine wahre Performerin, eine massive Autorin und Künstlerin, die das Alltägliche in Funken von Möglichkeiten und Hoffnung verwandelt. Sie ist mysteriös, sie ist mitreißend, sie ist erschreckend und sie ist so weise. Ihre Ehrlichkeit hat die Welt schockiert. Ich liebe sie - sie lebt den Weg, auf dem ich tanze.“

Curve, 06.01.2021